Óscar Ardila

„La gente que miraban pasar tranvías“
[Die Leute, die Straßenbahnen beim Vorbeifahren zusahen]
Bogotá, 2009/2010


Durch eine künstlerische Aktion werden die Bedingungen und Auswirkungen von der Präsentation der zensierten und nicht offenen Geschichte Kolumbiens im öffentlichen Raum untersucht, um andere Perspektiven auf die gewalttätige Realität aufzuzeigen und die Schaffung eines Ausgangspunktes einer Erinnerungskultur zu initiieren. Hauptinteresse ist, die Sichtbarmachung der Überlagerung von verschiedenen Ereignissen an den gleichen Orten zu ermöglichen, um andere Teile der Geschichte Bogotas, die derzeit keinen Raum im kollektiven Gedächtnis haben, wiederzuerwecken.

In diesem Sinne werden die Ereignisse des „El Bogotazo” am 9. April 1948 erläutert, um die Politisierung der Erinnerung als Ursprung einer diffusen Angst vom kollektiven Erkennen der Erinnerung anzudeuten. Das Bild wurde genau an dem Ort aufgestellt, wo diese Straßenbahn
vor 60 Jahre fotografiert wurde.

Digitaler Ausdruck auf Stoff, Fahrräder, Metal, Roller. Bogotá. 1,4 x 3,2 m.

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